E-vangelisierung in Ungarn - das tägliche Evangelium in Form einer e-Mail
Das Ziel bestand darin, dass die Mitlieder der Liste jeden Tag das tägliche Evangelium in Form einer e-Mail erhalten, das der lithurgischer Ordnung entsprechend, jeden Tag in den Messen in den Kirchen verlesen wird. Zu jedem evangelischen Teil gehören einige Gedanken oder ein Gebet.
Da sich kontinuierlich neue Abbonenten der Korrespondenzliste anschließen, erhalten täglich nun 28 tausend Personen die geistige Nahrung. István Sándor Horváth verschickte in den vergangegen Jahren auf diese Weise 30 Millionen evangelische Grüße. (In Ungarn, wo die Bevölkerungszahl 10 Millionen ausmacht, sind nur etwa 6 Millionen katholisch.) Dank der Initiative können nicht nur in Ungarn, sondern in der ganzen Welt – von Kanada bis Neuseeland – in mehr als 80 Ländern der Welt dort lebende oder arbeitende Menschen das Evangelium in ihrer Muttersprache lesen. Kürzlich erwähnte der ungarische Staatspräsident Pál Schmitt, dass auch er selbst den Tag mit dem täglichen Evangelium beginne.
Die jetzt gestartete elektronische Homepage (www.evangelium365.hu) ermöglicht es den Benutzern, zum täglichen Evangelium oder den anschliessenden Gedanken ein Kommentar hinzuzufügen, so dass es auf diese Weise zu einem Dialog unter den Lesern kommen kann. Die Leser können auch ihre Gebetsintentionen der Seite hinzufügen, indem sie die anderen Listenmitglieder um Gebet bitten.
István Sándor Horváth erachtet diese Art von Evangelisierung als einen wichtigen Pfeiler in seinem priesterlichen Beruf, womit er sich außerhalb seiner Arbeit als Pfarrer beschäftigt. Beim Beginn der neuen e-vangelischen Homepage formulierte er seine Absicht und Sendung wie folgt:
"Geht in die ganze Welt und verkündet das Evangelium!” (Mk 16,15) – sagte einst Christus den Jüngern. Der Ruf Christi wurde an die ganze Kirche und an alle Mitglieder der Kirche gerichtet. Das Evangelium ist die Antwort, die auf die Aufforderung Christi gegeben wurde und ist ein wesentlicher Bestandteil der Sendung der Kirche. Da die Bitte Christi ganz besonders an die zum Priestertum eingeladenen Personen adressiert wird, ist die E-vangelisation meinerseits die ganz persönliche Antwort auf diesen Auftrag, der sich aus meinem priesterlichen Beruf entspringt.
Das Evangelium lesen, leben und zu verkünden – darin besteht das Ziel meines Lebens. Das soll aber auch das Vorhaben von allen Christen sein! Die E-vangelisation ist auch eine Antwort auf die Bitte von Papst Benedikt XVI. Der Heilige Vater ermutigt in seinem, anläßlich der Gründung des Päpstlichen Rates der Neuevangelisation herausgegebenen apostolischen Brief „Urbiqumque et semper” (Immer und überall) unter anderem zum Gebrauch der modernen Formen der Kommunikation bei der Evangelisation. Auch das Internet ist ein Mittel dazu, Christi Evangelium zu verkünden. Ich versuche, dieses Mittel zur Verbreitung des Evangeliums zu benutzen”.






